Ayutthaya – the old capital of Thailand

Mit dem Nachtbus ging es von Chiang Mai nach Bangkok um dort mein Vietnam-Visa zu beantragen. Ich blieb eine Nacht in Bangkok und fuhr am nächsten Morgen mit einem Mini-Bus nach Ayutthaya. Dort angekommen suchte ich mir ein Hotel/Hostel und lieh mir einen Scooter aus. Mit einer Karte bewaffnet machte ich mich auf die Suche nach den alten Tempelanlagen. Ich war absolut begeistert.

Es waren fast keine anderen Touristen unterwegs und so hatte ich die Tempelanlagen fast für mich alleine. Am Abend besuchte ich einen Frauen-Tempel. Dort blieb ich etwas länger, die Stimmung war total entspannend und spirituell. Alle Mönche saßen unter Bäumen und meditierten. Um den Sonnenuntergang zu genießen fuhr ich wieder zurück zu den größeren Tempeln in der Stadtmitte, dort taff ich einen Japaner. Mit ihm fuhr ich noch auf einen Nachtmarkt. Dort aßen wir zu Abend und dann ging es in eine Bar mit live Musik. Die Musik war richtig gut und so blieben wir dort.

Am nächsten Tag fuhr ich wieder mit dem Scooter durch die Stadt und besuchte noch weiter Tempel. Am Abend fuhr ich wieder zu dem Frauen-Tempel und genoss dort einfach noch mal die Ruhe. Später ging es wieder in die Bar, dort war ein Buffet und wieder gute Musik.

Nach dem Frühstück relaxte ich noch etwas im Hostel und fuhr gegen Mittag mit dem Mini-Bus zurück nach Bangkok. Die nächsten zwei Tage in Bangkok verbrachte ich mit etwas shoppen und chillen in Restaurants. An den Abenden traff ich mich mit Sam (ein Engländer den ich seit Full moon party kenne) wir machten die Bars und Clubs von Bangkok unsicher. In der letzten Nacht ließen wir uns von einem Taxifahrer noch zu einer PingPong-Show fahren. Leider war es der total Reinfall. Es war in irgendeinem Hinterhof und nicht wirklich das was wir wollten. So fuhren wir mit dem nächsten Taxi wieder zurück zur Khao San Road und blieben dort noch ein paar Stunden.

Chang Mai – Kochen, Gibbon Flight und Scooter-Fun

Der Flug war natürlich mal wieder super entspannt und nach zwei Stunden war ich auch schon in Chang Mai. Mit nem Taxi ging es dann zum Hostel “Little Bird” leider war dieses voll, aber halb so schlimm ich ging einfach in das Guesthouse auf der anderen Seite von dem Hostel. Ich ging direkt wieder zurück zu “Little Bird” und setzte mich zu einer Gruppe von Engländern. Wir gingen gemeinsam noch in eine Bar, schauten Wimbledon und tranken ein paar Bierchen.

Am nächsten Tag erkundete ich die Altstadt von Chang Mai. Schaute Tempel an und hing ewig in einem chinesischen Restaurant rum da es regnete.SAM_6818SAM_6772

Am Abend saßen wir alle wieder zusammen und überlegten wie wir an Alkohol kommen können, da am nächsten Tag Wahlen waren wurde offiziell kein Alkohol verkauft. Wir liefen etwas umher und fanden einen kleinen Laden der von einer sehr alten Frau betrieben wurden. Wir fragten ob Sie Bier verkaufen würde und sie grinste uns nur an und so kauften wir Bier und Whisky bei ihr. Zurück im Hostel unterhielten wir uns noch etwas draußen und spielten dann noch in deren Zimmer Karten.

Um 9 Uhr wurde ich am nächsten Morgen zu einem Kochkurs abgeholt. Zu erst ging es auf einen Markt und unser “Lehrer” führte uns etwas herum und zeigte uns die besonderen Gewürze und Kräuter.

Dann ging es zur Kochschule und wir fingen direkt an. Man konnte bei jedem Gang aus mehreren Gerichten wählen. Wir starteten mit einer Suppe; ich kochte eine Kokos-Hühnchen-Suppe und als Vorspeise machte ich Frühlingsrollen. Danach aßen wir und machten eine kleine Pause. Als Zwischengang kochten wir noch einen leckeren Salat. Zur Entspannung versuchten wir uns im Gemüseschnitzen. Aus einem Stück Karotte machten wir eine Blume. Gar nicht so leicht, aber meine Blume konnte sich sehen lassen Zwinkerndes Smiley

Nun kam ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Wir machten eine eigene Curry-Paste. Mit einem Mörtel dauert das in etwa eine halbe Stunde. Ich entschied mich für eine besondere Art von rotem Curry und das Ergebnis war richtig lecker. Natürlich verarbeiteten wir unsere Paste direkt in einem Curry. Als Nachtisch machen ich Mango Sticky Rice…. Yammmiiii…!!!

Zurück im Guesthouse ruhte ich mich erst mal aus und dann chillte ich wieder im “Little Bird”. Wir gingen dann noch in eine Bar. Wir Jungs blieben aber nicht lang da wir für den nächsten Tag “Flight of the Gibbon” gebucht hatten. Das ist eine Art Klettergarten mit vielen flyingFox die bis zu 300m lang sind. Richtig cool. DSCF3317DSCF3277

Das Wetter war auch perfekt und so fuhren wir noch zu einem Wasserfall. Zurück in Chang Mai verabschiedete ich mich von den Engländern da diese nach Bangkok fuhren und ich machte mich nochmal auf die Altstadt zu erkunden. In einem Tempel unterhielt ich mich lange mit einem Mönch; er konnte sogar relativ gut deutsch sprechen, war sehr gebildet und ist viel durch Europa gereist. Er ist ein Lehrer für Meditation. Er lud mich ein später bei einem Art Gottesdienst zu zu schauen. Ich schlenderte noch etwas durch die Straßen und kam dann wieder zu dem Tempel zurück um seiner Einladung zu folgen. Es war spannend und faszinierend.

Am nächsten Tag lieh ich mir einen Roller aus und fuhr zu Seidenfabriken, Regenschirmfabriken und zu  einer Firma die Edelsteine weiterverarbeitet, Besonderes viel Spaß hatte ich in einer Seidenfabrik, es ist einfach super interessant die einzelnen Schritte zu sehen wie aus einer Raupe ein “Hemd” wird.SAM_6790SAM_6814SAM_6795SAM_6800SAM_6809

Auf den Rückweg in die Stadt hielt ich an einem schönen Tempel und unterhielt mich wieder mit einem Mönch. Auch dieses mal erfuhr ich viel über die Lebensanschauung der buddhistischen Mönche und wie auch am Tag zuvor hatte ich danach viel Stoff zum nachdenken. Ich fuhr mit dem Roller noch in den Nord-Westen von Chang Mai; eine schöne bergige Strecke mit Serpentinen und Wasserfällen auf dem Weg. Ich stoppte bei einem schönen Tempel und fuhr dann wieder zurück.SAM_6858SAM_6828SAM_6835SAM_6844

Auf dem Rückweg lernte ich bei einem Aussichtspunkt einen Kanadier und eine Deutsche kennen. Er reist schon länger durch Thailand und sie arbeitet in einer Sprachschule für Deutsch in Chang Mai. Wir unterhielten uns lange und dann fuhren wir zusammen wieder zurück in die Stadt. Ich stoppte an einem Markt wo viele Lokals in kleinen Restaurant aßen und entschied mich für japanisch. Lecker! Am Abend trafen wir uns dann an einem Stadttor. Chillten dort etwas und gingen dann noch zu ein paar Bars mit Live-Bands.

Am nächsten Tag machte ich mit Lynn (der Kanadier) einen Road Trip zu ein paar Thermalquellen. Er fährt schon seit 15 Jahren Motorrad und er brachte mir so viel über das Motorrad fahren bei. Wie man sich richtig in die Kurve lehnt. Wie man enge Kurven besser fahren kann. Wie man mehr Kontrolle über das Bike hat usw. Ich war nicht der Erste dem er eignes übers Biken bei brachte und so konnte er sehr gut erklären und ich merkte am Nachmittag auf dem Rückweg das ich deutlich sicherer und kontrollierter fuhr wie zu vor. Zurück in Chang Mai gab ich mein Bike zurück wir holten uns noch Mango Sticky Rice und dann musste ich packen da um 6 Uhr mein Pickup nach Bangkok kam.

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Reif für die Insel? Natürlich!

Ín Pink Bungalow waren wir in einem Haus untergebrachten und hatten dort fast alle Zimmer. Am Abend saßen wir dort zusammen, bemalten uns für unsere erste “full moon pre-party” und tranken etwas vor. DSC00186DSC00202

Die Stimmung war super und wir alle waren richtig geil auf die Beach-Party. Pink fuhr uns mit ihrem Tuk-Tuk nach Haad Rin. Am Strand angekommen konnten wir es kaum fassen. Der Strand war schon super voll an den Bars waren Feuershows und Dancefloors. Überall waren kleine Stände wo man Buckets kaufen konnte oder sich bemalen lassen konnte. Wir machten erst mal einen Treffpunkt aus wenn wir uns verlieren sollten (jede Stunde am großen leuchtenden Baum) und dann stürzten wir uns in die Partymenge…! Gegen 4 Uhr machten wir uns auf den Weg ein Tuk-Tuk zu suchen und da fanden wir Mama´s Schnitzel! Sandwich mit Schnitzeln gefühlt. Super lecker! Das wurde dann zur Tradition: bevor es zurück zum Bungalow geht ein Schnitzel. Manchmal zusätzlich auch eins noch in der Nacht. Während wir unser Schnitzel genossen trafen wir Pink. Mit ihr ging es dann wieder zurück zum Hotel.

Fazit nach der ersten Nacht: geil! geiler! Full moon Party Koh Phangan…! und es kann nur noch besser werden!

Am nächsten Tag fuhren ließen wir uns von Pink in den Norden von Koh Phangan fahren zu einem schönen Beach. IMG_0276

Dort verbrachten wir den Tag und am Abend glühten wir wieder in “unserem” Haus vor. Unsere Idee war das jeder als Tier sich verkleidet. Ich fand in einer Apotheke zufällig blaue leuchtende Mausohren und andere Faschingszeug. David kaufte sich grüne Teufelsohren und Ashley kaufte sich ein Vogelperücke. Die Mädls gaben uns dann direkt Spitznamen: Joker Mouse, Green Devil und Crazy Chicken. Eine der Mädls hatte am nächsten Tag Geburtstag wir fuhren wieder zum Partybeach und feierten wieder ordentlich. Gegen 1 Uhr kamen die Mädls auf die Idee das “Geburtstagskind” muss so viele Typen aus unterschiedlichen Ländern küssen wie alt sie geworden ist. 21! Es lief dann darauf hinaus das sie einfach fast jeden Typen küsste weil es meisten immer eine Gruppe von Typen war und so durften alle mal Smiley mit geöffnetem Mund 

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Wir schliefen am nächsten Tag wieder aus und mieteten uns für den Tag Roller. Mit denen fuhren wir über die Insel und suchten uns einen netten Beach im Norden der Insel. Dort aßen wir auch noch zu Abend und dann ging es wieder zurück zu Pink. Wir mussten uns schließlich vorbereiten – full moon party!!!IMG_0419DSC00364DSC00345

Die eigentliche full moon party war einfach noch mehr Leute, alle drehten noch mehr durch, noch mehr Feuershows und Partyareas. Ich versuchte mich im Seilspringen – ein riesiges brennenden Seil welches von 2 Thai geschwungen wird die auf einer Plattform stehen. Ich machte es 5x hinter einander und war eigentlich relativ gut. Am Anfang schwingen Sie das Seil langsam und dann immer schneller bis sie dich dann kriegen. 4x erwischten sie mich am Bein, einmal am Arm. Joohhaaa nette Brandblasen. Aber super Fun…!

Wir tanzten bis die Sonne aufging und noch länger. Erst gegen halb 7 fuhren wir wieder zurück zum Hotel.

Wir heizten am nächsten Tag wieder über die Insel und fuhren wieder zum gleichen Strand wie am Tag davor. Die meisten von uns gingen am Abend wieder zum Partybeach. Schock… nicht leer aber deutlich weniger los wie an den Tagen davor. Wir ließen es auch etwas ruhiger angehen und machten uns erst mal auf den Weg zu Mushroom Mountain. Dort chillten wir ein paar Stunden und gingen dann wieder zur Partyarea zum tanzen.IMG_0505

Am nächsten Tag war ein reiner ruhe Tage. Am Abend gingen wir aber wieder weg. Es war der letzte Abend der Mädls und so feierten wir nochmal ordentlich. Als die Sonne auf ging war David und ich immer noch am feiern die anderen waren schon etwas früher zurück. Wir fuhren erst gegen 7 Uhr zurück zum Hotel. IMG_0589

Der Abschied der Mädls viel allen schwer, es waren einfach 5 super coole Tage gewesen.

Ashley, David und ich blieben noch zwei Tage länger auf Koh Phangan. David musste einen Visa Run nach Malaysia machen und so relaxten wir zwei Tage und erholten uns von den krassen Tagen voller Party und Spaß.

Am letzten Tag bevor wir die Insel verließen stürzte ich noch mit dem Roller in einer Kurve. Die Straße war sandig und ich rutschte weg. Ich wurde von einem Thai zum Krankenhaus gefahren wo sie meine Wunden reinigten und verbunden. Der Doktor sagte mir das es halb so wild ist und ich sollte einfach jeden Tag meine Wunden in einem Krankenhaus anschauen lassen. Das tat ich auch dann ganz brav für die nächste Woche.IMG_0629

Wir fuhren mit einem Boat nach Koh Toa die Insel ist nur 2 Stunden von Koh Phangan entfernt. Dort traffen wir Freunde von Ashley. Auch Kira, Lara und Lucy traffen wir zufällig. Sie waren auch in Pinks Bungalow auf Koh Phangan. Wir blieben drei Nächte auf Koh Toa feierten am Abend und unter Tags erkundeten wir die Insel mit Rollern. Die Insel ist schön klein und relativ felsig. Die Strände im Norden sind der absolute Hammer. Nur leider einfach etwas zu viel los. Da waren die Inseln in Kambodscha echt ein Traum.IMG_0649IMG_0674IMG_0697SAM_6709IMG_0719IMG_0790DSC_0502

David hat ausversehen beim aussteigen aus dem Boot einen anderen Rucksack aufgehoben (gleiches Model wie seiner) im Bungalow kam ihm dann ein BH entgegen als er den Rucksack auf machte. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Zum Glück bekam er seinen eigenen Rucksack nach zwei Tagen wieder zurück.

Mit einem Nachtboot ging es wieder zurück zum Festland. Es war mit Matratzen ausgelegt so konnte man eigentlich ganz gut schlafen. Wäre da nicht eine Klimaanlage auf 18°C eingestellt worden. Wir erfroren fast so kalt war es. Nach ein paar Stunden nahm ich meine Matratze und ging mir ihr nach draußen da war es durch den Fahrwind dann angenehm warm. Am Festland ging es dann mit einem Bus auf die andere Seite von Thailand und dann mit einem Boot nach Koh Phi Phi. Wir verpassten unsere eigentliche Fähre, da wir erst in zu einem komischen Reisebüro gefahren wurden. Wir gehen davon aus, dass sie es mit Absicht gemacht haben, denn so mussten wir unser Ticket in ein Return-Ticket tauschen und somit extra zahlen.

Auf den Weg nach Koh Phi Phi relaxten wir außen auf dem Schiff und dort angekommen fand David direkt ein super Hotel. Mit Klimaanlage und TV/DVD und richtig günstig. IMG_0801

Wir chillten uns direkt an den super schönen Beach. Ich ging davor noch zu einer Klinik um meine Verletzungen neu verbinden zu lassen. Der Doktor war etwas komisch drauf und schmierte meine ganzen Verletzungen mit rotem Zeug ein. IMG_0810^

Somit sah mein Arm wieder richtig übel aus. Am Abend ging es direkt zum feiern. Erst in den Irish Pub und dann an den Beach. Auf Koh Phi Phi fühlt man sich jeden Tag wie auf einer kleinen full moon party. Klasse!IMG_1063IMG_1147

Am nächsten Tag kamen dann auch die Mädls nach Phi Phi (Kira, Lucy und Lara); sie schnappten sich das Zimmer direkt neben uns. Die nächsten Tage verbrachten wir mit leckerem Essen (viel italienisch), am Strand relaxen und in der Nacht Party. Am dritten Tag machten wir einen Bootstour zu den Inseln in der Umgebung. Darunter war auch der Beach aus dem Film “The Beach”  woowww! Traumhaft schön. Leider mussten man hin schwimmen und so konnten wir keine Fotos machen. DSC_0700imageDSC_0742DSC_0769

Am 30.6 machten sich Ashley und David auf den Weg nach Bangkok. Ich flog einen Tag später nach Chang Mai. Auf dem Boot zum Festland lernte ich ein paar Thai kennen die auf eine internationalen Schule sind. Sie sprachen perfektes English und waren super freundlich und erzählten mir viel über Thailand. Ich war dann schon etwas traurig das ich direkt weiter fliegen musste hätte gern mit ihnen noch einen Tag verbracht.

Bangkok & ab in den Süden

Mit einem kleinen Propellerflugzeug ging es direkt nach Bangkok. Der Flug dauerte 1:30 Stunden und es war für mich einfach ein super Gefühl nicht 12 Stunden in einem Bus zu sitzen um 300km weit zu kommen. In Bangkok ging es mit einem Taxi in das Backpacker-/Touristenviertel; dort traf ich David und noch einige Freunde von ihm. Wir blieben eine weitere Nacht in Bangkok und buchten für den die nächste Nacht einen Nachtbus/Boot nach Koh Phangan. Wir schauten uns in Bangkok noch den Kaiserpalast an. Auf den Weg dort hin wurden wir bestimmt von 5 Tuk-Tuk-Fahren darauf hingewiesen das der Palast zu hätte und das wir lange Hosen trage müssen und das wir so nicht rein kommen würden. Sie sagte uns wir sollten doch heute den Tempel anschauen oder besser eine Boot-Tour machen. Wir liefen stur weiter und wie wir uns gedacht haben war der Palast natürlich geöffnet und man konnte sich kostenlos lange Hosen ausleihen. Leider begann es dann auf unser Erkundungstour durch die Tempel- und Palastanlagen zu regnen und so mussten wir uns immer wieder unterstellen. Zum Glück waren es immer nur kurze Schauer, somit war es halb so wild. SAM_6590SAM_6595SAM_6620SAM_6635SAM_6583

Am Abend ging es dann mit dem Nachtbus in Richtung Süden. Wir waren 6 Leute im Bus und so hatten wir die ersten paar Stunden richtig Spaß. Danach versuchte ich immer wieder zu schlafen was aber schwer viel da es Kunststoffsitze waren und man somit mehr schwitze. An der Küste angekommen mussten wir noch 4 Stunden auf unser Boot warten, ich fand eine Liege im Aufenthaltsraum und schlief die meiste Zeit Smiley

Mit dem Boot ging dann gegen 6 Uhr in der Früh weiter, die überfahrt dauerte auch nochmal 6 Stunden. Endlich auf Koh Phangan angekommen fuhren wir mit einem TukTuk zu Pink Bungalows. Dort waren schon Freunde von David seit ein paar Tagen.

Die nächsten 5 Tage verbrachten wir mit Party, Beach und mit Motobikes über die Insel heizen.

 

Luang Pabang

Nach 11 Tagen Party habe ich mich dazu durchgerungen diesen verrückten Ort zu verlassen und so habe ich mir einen Mini Bus nach Luang Pabang gebucht. Um 8 Uhr in der Früh ging es los. Kurz bevor mein Pick-up-Service eintraf musste ich feststellen das einer meiner Flip Flops die ich erst 10 min zuvor vor mein Zimmer gestellt habe. Ahhh!!!

Schlussendlich ging es mit zwei unterschiedlichen Flip Flops in den Mini Bus. Es stand mir eine achtstündige bergige Busfahrt bevor. Zum Glück war ich immer noch angetrunken von der letzten Nacht und so war ich eigentlich die ganze Zeit in einem Art Halbschlaf. Die letzten Stunden genoss ich die traumhafte Aussicht bei einem guten Hörbuch.

In Luang Pabang angekommen suchte ich mir ein nettes Guesthouse und machte mich dann auf die Stadt zu erkunden. Ich war nicht lang unterwegs da wurde ich von Lokals zum Essen eingeladen. Ich setzte mich zu ihnen. Es war auch schon ein Franzose in der Runde. Wir aßen und unterhielten uns. Später kam auch noch ein Münchner in die Runde mit ihm unterhielt ich mich ziemlich lang und dann ging es in die ICE BAR, die einzige Bar die dort wohl länger als 11 Uhr geöffnet ist. Sie gehört dem Typen der mich auch zum Essen eingeladen hat. Kurz nach dem ich eintraf stellte ich fest das es sich um eine Gay Bar handelt und das mein erster Eindruck vom Inhaber mich nicht getäuscht hat. Mit dem Franzosen und einem anderen Deutschen tranken wir ein paar Bierchen und es wurde mal wieder ziemlich spät. SAM_6462SAM_6493SAM_6510

Am nächsten Tag erkundete ich die Stadt. Es sind viele Tempel und alte Gebäude die an die Kolonialzeit erinnern. Zum Mittagessen lies ich mich mit einem kleinen Boot über den Fluss fahren und aß in einem guten Restaurant. Man sitz/liegt auf dem Boden und hat einen schönen Ausblick auf den Fluss. Nach dem Essen schlief ich direkt im Restaurant noch ne halbe Stunde Smiley. Dann ging es weiter durch die Straßen von Luang Pabang. Am Abend saß ich dann wieder in der ICE BAR. An dem Abend war der Inhaber und ein Freund von ihm als LadyBoys unterwegs. Sehr heiß. SAM_6525SAM_6526SAM_6553SAM_6554SAM_6524 - KopieSAM_6524

Der Wecker klingelte am nächsten Morgen schon um 5:20 Uhr, ich wollte die Mönche sehen die jeden Tag in der Früh durch die Stadt laufen und Essen von den Bewohner der Stadt bekommen. Gut gefallen hat mir das die Mönche nicht alles für sich behalten sondern direkt an arme Kinder wieder einen Teil abgeben. Nach dem die Mönche wieder in ihre Tempel zurück gekehrt sind. Ging auch ich wieder ins Bett und schlief noch 2 Stunden. Dann machte ich mich auf den Weg zum Kaiserpalast und dem National Museum. Um 11 Uhr ging es mit einem Tuk-Tuk zu einem großen Wasserfall der ca. 30km entfernt ist. Ich teilte das Tuk-Tuk mit vier Mädls von Irland. Ich lief den ganzen Wasserfall hoch um einen Blick von oben zu erhaschen und schwamm dann noch in dem kühlen klaren Wasser. Zurück in Luang Pabang packte ich meinen Rucksack für den Flug nach Bangkok am nächsten Morgen und aß dann noch mit den Mädls zu Abend. Danach ging es wieder in die ICE BAR. Ich blieb nicht sehr lang und verabschiedet mich dann herzlich von dem Inhaber mit dem ich die letzten drei Tage viel unterhalten habe.

Laos Baby! 4000 Island, Champasak, Pakse & Vang Vieng

Von Sen Monorom (dem kleinen Bergdorf) ging es Richtung Grenze zu Laos. Wir mussten in Snuol umsteigen und etwa 1,5 Stunden auf unseren nächsten Bus warten.

Der nächste Bus war komplett voll und trotz “Sitzreservierung” mussten wir auf dem Boden im Mittelgang sitzen, wir waren beide ziemlich genervt. Nach 2 Stunden fahrt kamen wir in Kratie an. Dort machten wir so einen aufstanden das wir nach 10min rumfluchen, doch noch unseren Sitz bekamen. Nach weiteren 3 Stunden kamen wir in Stung Treng an. Dort verbrachten wir nur die Nacht und am nächsten Morgen ging es mit dem nächsten Bus zur Grenze. P1050073

Von da ging es nach Don Khon (eine Insel im Mekong). Im Süden von Laos sind tausende kleine Inseln im Mekong,  diese sind teilweise bewohnt. Es gibt sogar riesige Wasserfälle im Mekong. Wir verbrachten zwei Nächte auf der Insel, fuhren mit Fahrrädern über die Inseln und ruhten uns nach den anstrengenden letzten Tagen etwas aus. P1050092P1050107

Mit einem Mini-Bus ging es weiter nach Champasak. In unserem Mini-Party-Bus hatten wir richtig Spaß, es lief zur Abwechslung keine Khmer/Laos Musik sondern guter RnB und Pop.

In Campasak schauten wir uns am Nachmittag noch einen Tempel an (Wat Phu). Es ist der schönste Tempel in Laos, liegt an einem Berghang und ist ein alter Khmer Tempel, also so ähnlich wie Angkor Wat. Vor dem Tempel feierten ein paar Leute auf der Straße, später erfuhren wir das am nächsten Morgen ein Fest (Rocket Festival) bei dem Tempel statt findet.

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Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Fahrrad zum Tempel, leider waren wir wohl etwas zu spät dran; somit sahen wir nur das Ende der Raketen. Aber wir feierten mit den Lokals bis in den Nachmittag. Liefen von einem Haus zum nächsten bekamen überall Getränke und Essen, feierten dort etwas und dann ging es weiter zum nächsten Haus.

Um 6:30 Uhr fuhr am nächsten Morgen unser Nachtbus nach Pakse. Wir hofften das wir dann direkt mit einem Bus weiter nach Vang Vieng fahren konnten, aber leider gab es nur einen Nachtbus nach Vientiane. Somit blieb uns nichts anderes übrig als den ganzen Tag in Pakse zu verbringen. Wir liefen erst zu einem groß Markt und dann weiter zu dem größten Tempel der Stadt. Dieser liegt direkt an einem Fluss, dort relaxten wir ein paar Stunden. Danach ging es noch zu einem anderen Markt und dann saßen wir noch in einem Café. Wir ließen uns mit einem Tuk-Tuk zurück in Richtung Busstation fahren und stiegen etwas früher aus um noch zu einem Friseur zu gehen. Wir beide bekamen einen neuen Haarschnitt (die Friseure sprachen kein Wort English, so mussten wir mit Händen und Füssen ihnen zeigen was wir wollten). Paul ließ sich dann noch rasieren. P1050282P1050283

Mit dem “VIP-Nachtbus” ging es dann nach Vientiane. Es war der erste Nachtbus den ich hatte wo richtige Betten eingebaut waren. Leider musste man sich ein ca. 1,20m Bett mit einer anderen Person teilen. Dennoch schlief ich besser als sonst in anderen Nachtbussen. Am nächsten Morgen mussten wir in Vientiane in einen anderen Bus umsteigen. Dafür mussten wir fast einmal durch die ganze Stadt fahren und dann ging es mit einem Lokal-Bus nach Vang Vieng. Das ist “die Partystadt” in Asien. Entlang eines Flusses sind unzählige Bar´s. Mit einem reifen kann man sich von einer Bar zur nächsten treiben lassen.

Am ersten Tag schauten wir uns das “Tuben” mal an. Wir fuhren mit einem Tuk-Tuk zu den ersten Bar´s. Trafen sofort David und erfuhren das er in einer der Bar´s arbeitet. An den nächsten 2 Tagen machten wir Höhlen in der Umgebung und gingen am Abend immer feiern.

Die Höhlen waren ein richtiges Erlebnis. Sie sind alle nicht beleuchtet und so läuft man mit einer Taschenlampe durch endlose Gänge oder riesige Räume. Überall hört man Wasser von der Decke tropfen und hin und wieder fliegen einem Fledermäuse um die Ohren. Wir waren immer zu zweit in den Höhlen da machte die Sache um so abenteuerlicher.SAM_6365SAM_6367SAM_6176SAM_6183SAM_6186SAM_6193SAM_6213SAM_6228SAM_6241SAM_6291

Am Tag darauf fing auch ich an in einer der Bar´s zu arbeiten. Es ist nicht wirklich Arbeit. Etwas Promotion, die Leute animieren etwas zu trinken oder mit ihnen Bierpong oder ähnliches spielen. Ich arbeite immer von ca. 2 Uhr bis 19:30 Uhr danach gehen wir dann jeden Tag noch in der Stadt feiern. SAM_6396P1050304P1050308P1050327SAM_6364SAM_6368

Heute ist mein siebter Tag! Gestern Nacht war ich ganz schön fertig und bin schon um 1 Uhr ins Bett. Jetzt geht es dann gleich wieder los. P A R T Y !

Cambodia Trekking

Nach der coolen Hochzeit ging es am nächsten Morgen schon wieder früh weiter in den Osten von Kambodscha. Dort leben nah an der Grenze eine Minderheit. Sie nennen sich “Punong” und ihre Kultur unterscheidet sich stark von den Khmer die sonst in Kambodscha leben.

Als der Mini-Bus uns vom Hotel abholte waren wir total geschockt. Der Bus war schon komplett voll, nein er war schon überfüllt. Normalerweise hat der Bus 13-15 Sitzplätze bei uns saßen schon über 20 Leute in den Bus. Wir sammelten dennoch fleißig weiter Menschen ein. Schlussendlich waren es 27 Personen in dem Bus. Ich saß mit einem Khmer zusammen auf dem Beifahrersitz. Paul saß zwischen den Stühlen in in einer Reihe mit 5 Leuten was eigentlich für 3 Personen gedacht ist. Das Gepäck wurde einfach hinten bei offener Heckklappe zusammen gebunden und verknotet. Die gesamte Busfahrt dauerte gute 5 Stunden. Es war ein Horrortrip. Jede Busfahrt die ich davor hatte war Luxus dagegen. Zumindest war unser Busfahrer sehr nett und fuhr uns beide dann noch zu einem netten Guesthouse. Wir ruhten uns kurz aus und machten uns dann auf die Suche nach einem Tourguide und einem Lokal welches von einer Europäerin betrieben wird. Wir liefen einfach die Hauptstraße entlang und wurden von einem netten Typen angesprochen. “Den” organisiert Trekkingtouren und als wir ihn nach dem Restaurant fragten sagte er nur “die Inhaberin sitz hier grad neben mir”. Wir liefen mit ihr zu ihrem kleinen Lokal, sie ist Holländerin spricht aber perfektes Deutsch und wohnt schon seit 12 Jahren in Kambodscha. Erst im Süden und jetzt seit 4 Jahren hier. Sie erzählte uns unfassbare Geschichten von ihren ersten Jahren in Kambodscha. Von Piraten die ihr Schiff überfallen haben oder über den Schmuggel von Matratzen aus Vietnam über die Grenze. Wir aßen bei ihr eine Tomatensuppe und später schaute noch “Den” vorbei und wir buchten bei ihm eine Trekkingtour mit Elefanten reiten und Home Stay bei Punong.

Am nächsten morgen ging es mit Motorrollern zu einem kleinen Punong-Dorf und von dort mit einem Elefanten weiter zu einem Fluss. Erst hatte man richtig Respekt vor diesen riesigen Tieren aber langsam verflog das dann auch. Wir ritten fast zwei Stunden in einem Sattel auf dem Elefanten durch den Dschungel. Dies war eine sehr wacklige Angelegenheit. Am Fluss angekommen nahm unser Führer dem Elefant den Sattel ab und lies ihn einfach in den Fluss gehen. Der Elefant bewarf sich komplett mit Schlamm damit ihn keine Mücken oder Bremsen beißen können. Wir aßen derweil zu Mittag und liefen danach etwas am Fluss herum. Ich rutsche aus, fiel ins Wasser und verletzte mich am Knie und an der Ferse. Meine Kamera tauchte auch in Wasser. Seit dem funktionier die Menu-Taste nicht mehr und ein Haltering vom Objektiv ist schon wieder abgebrochen (genauso wie letztes mal in China). Super ärgerlich und mit meinem Bein war natürlich total blöd da wir am nächsten Tag eine 7 stündige Trekking Tour vor uns hatten. Unser Elefantenführer lud uns in seine kleine Hütte ein und bot und Reis mit Schnittlauch an. Wir waren eigentlich satt aber konnten natürlich sein Angebot nicht ablehnen. Die Hütte war wirklich sehr einfach. Eine kleine Feuerstelle und eine große Liegefläche aus Bambus. In einer Ecke war eine Art Vorratskammer. Das war´s. Kein fließendes Wasser, kein Strom, nichts.

Nun machten wir uns auf die Suche nach unserem Elefanten. Unser Führer war ein guter Fährtenleser und so fanden wir den Elefanten nach 10-15 Minuten wieder im Dschungel. Zu dritt ritten wir ohne Sattel den Elefanten zurück zum Fluss und gingen dann mit ihm Baden um ihn von dem Schlamm zu befreien. Das war eine unglaubliche Erfahrung. Beim reiten spürt man wie sich die Muskeln beim laufen bewegen und wie viel Energie in diesem Tier steckt. Später im Wasser genoss der Elefant es richtig von uns gewaschen zu werden. Man konnte auf ihm herumklettern und mit ihm auch durch den Fluss laufen. Wahnsinn!

Danach wurde er wieder gesattelt und auf dem Rückweg saß ich im Sattel und Paul ritt den Elefanten hinter dem Kopf. Unser Führer lief einfach hinter uns hinterher Zwinkerndes Smiley

Zurück im Dorf wurden wir von unserem Punong-Guide abgeholt und fuhren mit ihm zu seiner Hütte. Diese war fast genauso ärmlich wie die des Elefantenführers. Auch er hatte kein Strom und nur einen Brunnen etwa 20 Meter von seinem Haus entfernt. Aber seine Hütte war größer und er hatte am Boden eine dünne Matratze die Wohl mit Stroh oder ähnlichem gefühlt war. Er kochte für uns fast 2 Stunden für uns 2 Gerichte. Ein typisches Punong-Gericht und ein Khmer-Gericht beides schmeckte gute. Das Khmer war sogar richtig lecker. Wir genossen noch den Sonnenuntergang auf einem Hügel und wurden dann von seiner Cousine zu ihrem Haus eingeladen. Auf den Weg dorthin kaufen wir noch Reiswein und Bier. An dem Haus angekommen relaxte die ganze Familie zusammen unten in einem Raum. In Deutschland würde man sagen es war ein Stall. Hühner liefen herum es gab wieder ein große Liegefläche aus Bambus und eine Kochstelle. Wir tranken Reiswein und Bier. Die Familie bot uns Kuhinnereien ich versuchte mich zu drücken musste aber dann doch ein Stück probieren. Ich fand es widerlich. Nach ein ca. einer Stunde ging dann weiter zu einer anderen Cousine in ein anderes Haus. Dort bot man uns selbstgebrauten Reiswein an. Dieser war aber nicht wie sonst stark und schnapsartig, sondern eher wie ein Fruchtwein (z.B. Apfelwein) leicht süßlich und eigentlich ganz lecker. Nach ein paar Gläsern ging es dann zurück in die Hütte unseres Guides´s.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück direkt los. Wir liefen erst mal etwas durch das Dorf und dann immer weiter in Richtung dichter Dschungel. Ich hab mir in der Früh gleich eine Schmerztablette reingezogen um überhaupt laufen zu können. Nach kurzer Zeit fand unser Guide einen Stock für mich mit dem es mir leichter fiel zu laufen. Wir liefen vier Stunden bis zu einem Wasserfall. Dort schwammen wir etwas, aßen Mittag und liefen dann nochmal etwa zwei Stunden bis wir von “Den” mit Motorrollern abgeholt wurden und zurück in die kleine Stadt fuhren.

Im Hotel ruhten wir uns aus und gingen dann Abendessen in eine Khmer-/Westernfood Restaurant. Ich aß mexikanische Wraps die richtig lecker waren. Paul hatte Pasta mit Hühnchen was auch richtig gut aussah. Nach unserem anstrengenden Tag waren wir froh wieder im Hotel zu sein. Wir schauten uns noch ein Film an und surften im Internet.

Kambodscha hautnah

Die Zeit auf der einsamen Insel war ein Traum. Das Wasser war wunderbar klar und sauber. Kleine Fische tummelten sich in der nähe des Stegs und Kinder aus dem Fischerdorf fuhren am Nachmittag raus in die Bucht um Calamari zu jagen. Die drei Freunde genossen jeden Augenblick, spielten Volleyball oder lagen einfach nur relaxt im Strand.

Die Drei verbrachten knappe vier Tage auf der Insel. Zurück in Sihanoukville musste Ben erst mal feststellen das das Hotel seine Wäsche verloren hat und diese auch nicht mehr auffindbar war. Da der Nachtbus nach Phnom Penh bereit gebucht war und schon eine Stunde nach dem erreichen in Sihanoukville los fuhr blieb nur noch Zeit etwas zu essen. Sie entschieden sich für eine echte italienische Pizza; „to go“ natürlich. Der Bus nach Phnom Penh war ein VVIP-Bus (very very…) dieser verfügte pro Reihe über nur drei Sitze die an die Business Class im Flugzeug erinnerten. In Phnom Penh trennten sich die Wege der Freunde, Brad fuhr mit dem Nachtbus weiter nach Bangkok. Paul und Ben übernachteten in der Stadt und fuhren in aller frühe weiter nach Kratie. Dort gibt es die wohl weltweit letzten wilden Frischwasserdelphine, sie schwimmen im Mekong. Nach der Ankunft im Guesthouse nahmen die beiden ein Tuk-Tuk zu den Delphinen und mit einem Boot ging es dann näher an diese faszinierenden Wesen ran. Mit an dem kleinen Boot waren zwei Amerikaner. Ein mitte-ende zwanzig Jähriger aus Bosten, er war sportlich, hatte dunkles Haar und eine etwas arrogante Art. Die andere Mitfahrerin kam aus der nähe von Kanada. Sie hatte fettiges Haar, gelbe Zähne und hatte eine komische Art an sich. Auf einer kleiner Insel im Mekong beobachten die vier den wunderschönen Sonnenuntergang.

 

Am Abend gingen die 4 auf eine Khemer-Hochzeit. Sie wurden herzlich empfangen. Zuerst gab es leckeres Essen. Einen Fisch aus dem Mekong und verschiedenste Fleischgerichte. Danach ging es auf die “Tanzfläche”. Die Lokals lernten Paul und Ben die Tanzschritte der verschiedenen traditionellen Tänze. Es wird gewöhnlich offen getanzt. Bei vielen Tänzen bewegen sich alle in einem großen Kreis. Mit den Händen führt man seltsame Kreis- und Drehbewegungen durch. Viele Kinder tanzen in der Mitte und alle Gäste haben Spaß und feiern zusammen. Ein großartiger Anblick. Die beiden blieben bis zum Schluss. Erschöpft und durchgeschwitzt machten sich die Freunde auf den Weg zurück zum Hotel. Am nächsten Morgen sollte es schon wieder weiter gehen. In die Berge. Trekking.

Paradies³

„One more bucket“ rief Paul dem Barkeaper, in der hippsten bar sihanoukville, zu. Aus den Lautsprechern dröhnte abwechselnd Rihanna und David Guttea. Einen DJ gab es in dem Sinne nicht , im jay-jay’s wurde im Laufe des Abends eine Playlist gestartet und diese lief dann den ganzen Abend durch. Ben unterhielt sich daneben gerade mit zwei Engländerinnen, die Paul und er seit ein paar Tagen immer wieder in den Bars des Oertchen traffen. Die heute begegnung war wie die letzten einfach nur Zufall. Eine von ihnen, die sie sie nur die „Nase“ nannten erzählte gerade etwas von ihrem letzten Boadtrip. Sie war klein, Halbitalienerin, hatte lockiges schwarzes Haar und natürlich sonst hätte sie diesen Spitznamen nicht, eine riesige Nase. Jeder zweiter Satz bei ihren Geschichten endetet mit „fucking hot“ oder „fucking awasome“. Sie arbeitet hier schon seit 8 Monaten als englisch Lehrer und ist jeden Tag in den Bars des Strandortes unterwegs. Ihre Freundin „Rose“ war eine wahre Schönheit. Sanfte Züge, braune locken und leuchtende grüne Augen. Mit ihrem Charakter und ihrem Humor bekleckert sie sich aber nicht mit Ruhm. Sie schien gelangweilt und war gegensatz zu ihrer Freundin auch nicht in Partylaune. Auch sie war Lehrerin, aber in der Hauptstadt Kambodschas, in Phnom Penh und machte hier gerade Urlaub. Ben erfuhr von Nase das die anderen Freundinnen heute eine Auszeit nahmen und sie daher nur zu zweit unterwegs waren. Plötzlich stopte die Musik, es wurde kurz wild durcheinander geschriehen und dann tauchten sieben Poliziesten auf. Die Stimmung war Augenblicklich dahin und nach dem Paul seinen Whisky Coke Bucket geleert hatte verliesen die vier jayjay’s, so wie viele andere auch. Sie folgten der unfertigen Hauptstraße in den Ort und entschieden sich noch ins Utopia zu schauen. „Rose“ verabschiedet sich davor und so ging es zu dritt in die nächste bar. „fucking Hot“ schrie Nase und schon sprang sie in den Pool in der Mitte der Gartenanlage. Paul und Ben folgten, das Wasser war milchig und roch eklige. Aber was sollte man auch erwarten von einem bar-pool. Eine Mischung aus Chlor, Alkohol, Kotze und wahrscheinlich anderen Körperflüssigkeiten.

Das war nun 4 Stunden zuvor, der wecker riss Brad, Paul und ben unsanft in aller herrgottesfrühe aus dem Schlaf. In wenigen Minuten kam ein Pickup service, die drei hatten sich am Tag zuvor ein Boad Ticket für Ko Rong Island besorgt. Brad der nicht beim feiern war schien ähnlich fertig zu sein wie Paul und Ben. Mit einem Tuk Tuk ging es bewaffnet mit ein paar Strandklamotten zum Hafen. Nun kann man es überhaupt Hafen nennen? Es ist mehr ein Slum mit Häusern die auf Stelzen ins Wasser ragen. Die Menschen die hier leben sind Fischer oder haben ein kleines Boot und fahren Touristen zu den Inseln. Sie schlafen in Hengematte oder einfach auf Holzplanken. jeglicher Komfort ist hier fremd. Mit am Board der kleinen Fähre war ein chinesisches Pärchen. Ben und Paul stellten direkt fest das sie wohl eine echte Perle sei und in China wohl selten so huebsche Kinder hervorbringt . Die knapp drei stündige Überfahrt war nicht so ruhig wie sich das wohl die fünf Touristen gewünscht hätten. Zweimal musste das Boot ein starkes Gewitter durchqueren. Der Seegang war rau und von allen Seite preschte das Wasser in das Schiff. Alle Passagiere zogen sich in die Kapitänskahüte zurück und wartet den Sturm ab. Als die Insel in Sicht kam klarte der Himmel auch wieder auf und so schliefen die 3 Freunde noch auf den Bänken im vorderen Teil des Bootes. Näher an  der Insel kam die ganze Schönheit in Sicht. Weißer kilometerlanger Sandstrand, grün-blaues klares Wasser und im Hintergrund unberührte bewaldete Hügel. Adler kreisen um die Insel und versuchen Fische zu fangen. Die Fähre legte am Steg an und die Gruppe stieg aus. Die Freunde erfuhren von den Mitarbeiten das gerade nur 4 Gäste Bungallows gemietet haben und das außer einem kleinen Khemer-Fischerort mit unter 100 Bewohnern nichts auf dieser Seite der Insel ist. Das ist wohl ein Ort den man als Paradies bezeichnet.

Ein Rekitsuka auf Reisen